Sylt früher

und heute

Sylt

– ein Kind der Eiszeit

Es ist gerade mal einen Augenblick her, dass die Nordseeinsel Sylt entstanden ist – zumindest dann, wenn man das Erdzeitalter zum Maßstab nimmt. Tatsächlich geht ihre heutige Form auf zwei Sturmfluten in den Jahren 1634 und 1643 zurück. Es müssen gewaltige Wassermassen gewesen sein, die damals Mensch, Vieh und Häuser mit sich rissen. Zurück blieb die markante Silhouette, wie wir sie heute kennen.

Viele Millionen Jahre war von der Insel gar nichts zu sehen, sie existierte faktisch nicht. Statt dessen erhob sich das Meer rund 100 Meter über den Meeresgrund. Vor etwa 200.000 Jahren folgte dann eine Eiszeit, die einen Panzer aus Steinen, Sand und Ton über das Gebiet schob und zehntausende von Jahren dort ruhen ließ. Erst vor 125.000 Jahren schmolz die 3.000 Meter dicke Eisschicht ab und hinterließ geologisch bedeutsame Spuren. Eine weitere Eiszeit folgte vor 80.000 Jahren – und als auch dieses Eis schmolz, stieg der Meeresspiegel beträchtlich an. Eine Insel war Sylt aber immer noch nicht.

Eine gewaltige Sturmflut im Jahre 1362 trennte schließlich Regionen vom Festland, und es entstanden die Inseln Sylt, Föhr und Amrum. Doch erst die eingangs erwähnten Stürme im 17. Jahrhundert brachten gewissermaßen den uns so vertrauten „Feinschliff“.